Die Bobath-Therapie

Das Potenzial der Patienten nutzen

Dr. Karel Bobath (Neurologe, 1906-1971) konnte die von seiner Frau Berta Bobath (Physiotherapeutin, 1907-1971) bei der Arbeit mit Schlaganfallpatienten gefundenen reflexhemmenden Ausgangsstellungen wissenschaftlich untermauern und damit die Basis für das Bobath-Konzept legen.

Die zunächst bei erwachsenen Patienten ausgeübte Behandlung wurde einige Jahre später auch auf spastische Kinder ausgedehnt. Funktionelle Bewegungsabläufe konnten durch die spastikhemmenden Maßnahmen wieder eingeübt werden.

Heute ist das ständig weiter entwickelte Bobath-Konzept ohne Alterseinschränkung anwendbar. Seit 1970 nannten Karel und Bertha Bobath ihr Konzept Neuro-Development-Treatment (NDT). Dieser Begriff hat sich weltweit durchgesetzt – in Deutschland ist der Begriff Bobath-Therapie gebräuchlich.

 

In der Bobath-Therapie wird der Mensch in seiner ganzen Persönlichkeit betrachtet. Ziel ist es, ihm die größtmögliche Selbstständigkeit in seinem Lebensumfeld zu ermöglichen.

Auch der Umgang mit Hilfsmitteln sowie die Anleitung von Bezugspersonen gehören zum Therapieprogramm. So soll gewährleistet werden, dass jeder Patient sein vorhandenes Potenzial optimal nutzen und eine maximale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erreichen kann.

Das Bobath-Konzept ist keine Therapie sondern ein 24-Stunden-Konzept.